
Vielleicht haben Sie sich das schon einmal gefragt, während Sie mit NeuroNation trainiert haben: Warum bewirken diese Übungen Veränderungen im Gehirn – und was unterscheidet sie von anderen bunten Apps, Sudokus oder Kreuzworträtseln?
Um diese Geschichte zu erzählen, führt die Reise durch ein Forschungslabor in Berlin, über Studien aus Hamburg bis Sydney, durch die Praxis von Hausärztinnen und Hausärzten, die NeuroNation auf Rezept verschreiben – und endet bei einem Botenstoff in Ihrem Kopf, der dafür sorgt, dass sich Anstrengung gut anfühlt.
👋 Guten Morgen aus Berlin
Treffen Sie in unserem Büro in Berlin ein, werden Sie gleich von vielen Gesichtern willkommen geheißen. Bei einer ersten Tasse Kaffee setzen wir uns an unsere Laptops und begrüßen weitere Kolleg:innen im virtuellen Team-Chat. Der Grund: Unser 35-köpfiges Team arbeitet international zusammen, verteilt über Deutschland und Europa.
Das war nicht immer so – denn alles fing einmal kleiner an.
NeuroNation ist 2011 in Berlin entstanden: Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Dortmund wurde die Idee für das Training entwickelt, das Sie heute kennen. Daraus ist über die Jahre Europas meistgenutzte Gehirntraining-App geworden – mit mittlerweile rund 30 Millionen Mitgliedern und wissenschaftlichen Partnern auf fünf Kontinenten. [1]
🚀 35 Köpfe, eine Mission
Mittags lernen Sie das Team näher kennen. Da sitzen Neuropsycholog:innen, die erforschen, wie Aufmerksamkeit funktioniert – und gemeinsam mit Kolleg:innen aus App-Entwicklung, Design und Produktmanagement überlegen, wie man das in eine Übung packt, die morgens vor dem Kaffee gerne genutzt wird.
Was uns alle hier verbindet, ist unsere Mission: geistige Fitness für Sie im Alltag genauso selbstverständlich zu machen wie körperliches Training. Sport ist seit Jahrzehnten gesellschaftlich verankert. Beim Gehirn fängt dieses Bewusstsein gerade erst richtig an – und wir möchten Ihnen diesen Schritt so leicht wie möglich machen.
🔍 Vom Forschungsartikel zur Übung auf Ihrem Bildschirm
Doch zurück zur Frage vom Anfang: Wie wird Ihr Training entwickelt? Die Antwort beginnt mit einem Stapel wissenschaftlicher Studien – darauf baut jede unserer Übungen in ihrer Grundform auf. [2]
Übung Colorado
Ein Beispiel: Ihre Übung Colorado basiert auf dem Stroop-Test, der bereits 1935 von Pionieren der Kognitionswissenschaften entwickelt wurde. Er wird bis heute genutzt, um die selektive Aufmerksamkeit zu prüfen. Das ist die Fähigkeit, sich auf das Wichtige zu konzentrieren und Störendes auszublenden, zum Beispiel wenn Sie in einer lauten Besprechung oder beim Lesen konzentriert bleiben. [3]
Übung Kartenmerker
Ein anderes Beispiel ist Ihre Übung Kartenmerker. Dahinter steht eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2010, die zeigt, dass gezieltes Gedächtnistraining messbar verbessern kann, wie gut Erwachsene Erinnerungen abspeichern können. [4] Aus der Aufgabe, sich Symbole und ihre Position zu merken und später wieder abzurufen, ist die Übung Kartenmerker geworden, die Sie heute in Ihrem Training nutzen können – und die Ihr Gedächtnis jedes Mal ein Stück fordert.
Wenn die Wirksamkeit einer Aufgabe wissenschaftlich gut belegt ist, geht sie ins Designstudio. Aus der nüchternen Forschungsaufgabe entstehen farbenfrohe Symbole, ein klares Layout, Levelaufstiege, Punktesysteme und kleine motivierende Sounds. Anschließend wird die Schwierigkeit so eingestellt, dass sie sich automatisch an Sie anpasst – nicht zu leicht, nicht zu schwer. Und ganz am Ende kommt der wichtigste Schritt: Wir verfeinern die Übung anhand des Feedbacks, das wir von Ihnen, unseren Mitgliedern, bekommen.
Eine Übung ist bei uns nie wirklich fertig. Denn niemand weiß besser als Sie, was im Alltag wirklich hilft.
🍀 Dopamin als Lernhilfe
Die farbenfrohen Übungen wirken auf zwei Ebenen. Erstens: auf die Hirnleistung selbst
Mehrere große, unabhängige Studien zeigen, dass gezieltes Gehirntraining Gedächtnis, Denkgeschwindigkeit und logisches Denken messbar verbessern kann, sich im Alltag bemerkbar macht und seine Wirkung auch zehn Jahre später noch zeigen kann. Das Ergebnis: weniger vergessene Termine, weniger Fehler, bessere Konzentration. [5,6]
Wirksamkeit allein reicht uns aber nicht.
Eine Übung kann wissenschaftlich noch so gut sein – wenn Sie keine Lust haben, sie zu nutzen, ist sie zwecklos. Deshalb wirken unsere Übungen auch auf einer zweiten Ebene: sie motivieren.
Stellen Sie sich vor, die Übungen wären schwarz-weiß, ohne Ton, ohne Design. Dass wir die Übungen in eine Art Spiel verwandeln, hat einen messbaren Vorteil: Ihr Gehirn schüttet bei Erfolgsmomenten den Botenstoff Dopamin aus. Dopamin ist eine Art interner Verstärker und signalisiert: Das war toll! Lass uns das nochmal machen.
Dieses Signal hilft auch dabei, neue Verknüpfungen zwischen Nervenzellen zu festigen und das Gelernte besser zu behalten. [7]
Wir freuen uns, dass Sie dabei sind.
Ihr NeuroNation-Team
Quellen
[1] NeuroNation. Die Wissenschaft hinter NeuroNation. Abgerufen von https://www.neuronation.com/science/de/die-wissenschaft-hinter-neuronation/
[2] Lezak, M. D., Howieson, D. B., Bigler, E. D., & Tranel, D. (2012). Neuropsychological assessment (5th ed.). Oxford University Press.
[3] Stroop, J. R. (1935). Studies of interference in serial verbal reactions. Journal of Experimental Psychology, 18(6), 643–662. https://doi.org/10.1037/h0054651
[4] Schmiedek, F., Lövdén, M., & Lindenberger, U. (2010). Hundred days of cognitive training enhance broad cognitive abilities in adulthood: Findings from the COGITO study. Frontiers in Aging Neuroscience, 2, 27. https://doi.org/10.3389/fnagi.2010.00027
[5] Rebok, G. W., Ball, K., Guey, L. T., Jones, R. N., Kim, H.-Y., King, J. W., Marsiske, M., Morris, J. N., Tennstedt, S. L., Unverzagt, F. W., & Willis, S. L. (2014). Ten-year effects of the Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly cognitive training trial on cognition and everyday functioning in older adults. Journal of the American Geriatrics Society, 62(1), 16–24. https://doi.org/10.1111/jgs.12607
[6] Strobach, T., & Huestegge, L. (2017). Evaluating the effectiveness of commercial brain game training with working-memory tasks. Journal of Cognitive Enhancement, 1(4), 539–558. https://doi.org/10.1007/s41465-017-0053-0
[7] Bromberg-Martin, E. S., Matsumoto, M., & Hikosaka, O. (2010). Dopamine in motivational control: Rewarding, aversive, and alerting. Neuron, 68(5), 815–834. https://doi.org/10.1016/j.neuron.2010.11.022




