Demenzrisiko wird durch Gehirntraining verringert - in Studien nachgewiesen

Der demografische Wandel in den Industrienationen und eine erhöhte Lebenserwartung führen gleichzeitig zu mehr Demenzpatienten. In Deutschland soll sich die Zahl der Demenzerkrankten bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln. Bisher ist die Erkrankung nicht heilbar, weswegen vermehrt der Fokus auf die präventive Forschung gelegt wird.

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Einen logischen Ansatzpunkt stellt dabei das kognitive Training als Präventivmaßnahme dar, mit dem das Risiko an einer Demenz zu erkranken, gesenkt werden kann. Menschen, die in ihrem Leben eine hohe geistige Aktivität hatten, bauen eine Art mentale Reserve auf, die den späteren geistigen Abbau deutlich verzögert. In dieser Studiensammlung finden Sie wissenschaftliche Erkenntnisse für das Gehirntraining als Präventionsmaßnahme.

Studien zum Thema Demenz

Studie: Führen die Gehirnreserve (Brain Reserve) und eine hohe mentale Aktivität zu einem geringeren Risiko an einer Demenz zu erkranken?
Resultat: Die Universität von New South Wales in Sydney bestätigte, dass das Risiko einer Demenzerkrankung sich um etwa 46 Prozent senkt , wenn eine hohe mentale Aktivität im Lebenslauf besteht. [1]

Studie: Wirkt sich kognitives Training bei älteren Menschen auf die kognitiven Fähigkeiten aus und sind Transfereffekte auf instrumentelle Alltagsaktivitäten (IADL) zu beobachten?
Resultat: Die Universität von Alabama in Birmingham wies in ihrem Follow Up nach 2 Jahren eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten nach, die trainiert wurden. [2]

Studie: Kommt es zu langfristigen Auswirkungen auf die instrumentellen Alltagsaktivitäten nach einem kognitiven Training?
Resultat: Die Pennsylvania State Universität wies in einem Follow Up nach 5 Jahren eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten in den trainierten Bereichen nach. Die Trainingsgruppe „Logik“ hat weniger Schwierigkeiten in den instrumentellen Alltagsaktivitäten. Die Trainingsgruppe „Geschwindigkeit“ profitiert von einer erhöhten Verarbeitungsgeschwindigkeit. [3]

Studie: Kommt es zu langfristigen Auswirkungen auf die instrumentellen Alltagsaktivitäten nach einem kognitiven Training? (Ursprüngliches Training fand 1998 statt)
Resultat: Ein Follow Up der Pennsylvania State Universität nach 10 Jahren weist eine Verbesserung der Schlussfolgerungsfähigkeit nach. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit ist verglichen mit der untrainierten Gruppe gestiegen. Die Trainingsgruppe berichtete von weniger Alltagsschwierigkeiten als die untrainierte Kontrollgruppe. [4]

Interessieren Sie sich auch für andere Auswirkungen? Hier geht es zu den einzelnen Wirkungsbereichen:

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Sources:

1: Valenzuela MJ.Curr Opin Psychiatry. Brain Reserve and the prevention of dementia, 2008 May;21(3):296-302. doi: 10.1097/YCO.0b013e3282f97b1f

2: Ball K, Berch DB, Helmers KF, Jobe JB, Leveck MD, Marsiske M, Morris JN, Rebok GW, Smith DM, Tennstedt SL, Unverzagt FW, Willis SL; Effects of Cognitive Training Interventions with Older Adults: a randomized controlled trial; JAMA. 2002 Nov 13;288(18):2271-81

3: Willis SL, Tennstedt SL, Marsiske M, Ball K, Elias J, Koepke KM, Morris JN, Rebok GW, Unverzagt FW, Stoddard AM, Wright E; Long-term Effects of Cognitive Training on everyday Functional Outcomes in Older Adults; JAMA. 2006 Dec 20;296(23):2805-14

4: Rebok, G., Ball, K., Guey, L. T., Jones, R. N., Kim, H. Y., King, J. W., Marsiske, M., Morris, J. N., Tennestedt, S. L., Unverzagt, F. W., & Willis, S. L. (2014). Ten-Year Effects of the Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly Cognitive Training Trial on Cognition and Everyday Functioning in Older Adults. Journal of the American Geriatric Society, 62(1), 16-24

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